IHR JAGT DIE FALSCHEN.

LEGAL. REGISTRIERT. KONTROLLIERT.

ZUM FAKTENCHECK

IHR TREFFT DIE FALSCHEN.

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Warum diese Kampagne?

Weil ein Gesetz die Richtigen treffen muss.

Das deutsche Waffengesetz ist über Jahrzehnte fehlentwickelt worden. Denn sämtliche Novellierungen und Änderungen führten zu einem immer komplexeren, überbürokratisierten und lebensfremden Regelungsdschungel, der jedes Mal die Falschen getroffen hat – nämlich die verantwortungsvollen und rechtstreuen Legalwaffenbesitzer.

Doch sämtliche Statistiken weisen darauf hin, dass legale Waffen und deren Besitzer einen geradezu verschwindend geringen Anteil der Waffenkriminalität in Deutschland ausmachen.

Es ist also höchste Zeit, mit einer echten und mutigen Reform das Problem der illegalen Waffen und der damit verbundenen Kriminalität zu adressieren und das Waffengesetz auf diese Realitäten auszurichten. Nur ein effizientes, praxistaugliches und entbürokratisiertes Management des Legalwaffenbesitzes schaufelt die nötigen Ressourcen frei, um die wahren Gefahren und Gefährder des friedlichen Zusammenlebens zu bekämpfen.

Unsere Forderungen

Deutschland hat ein Problem mit illegalen Waffen. Bis zu 35 Millionen davon sind nach Schätzungen im Umlauf. Doch anstatt die wahren Probleme anzugehen, schränkt die Politik seit Jahrzehnten Jäger, Sportschützen und andere legale Waffenbesitzer immer weiter ein. Wir sagen: Ihr jagt und trefft die Falschen!

Deutschland braucht eine Sicherheitspolitik, die Gefahren dort bekämpft, wo sie entstehen. Eine Politik, die sich an Fakten orientiert, ihre Maßnahmen überprüft und die Rechte rechtstreuer Bürgerinnen und Bürger respektiert.

  1. Wer Probleme lösen will, muss die Fakten kennen. Deshalb: Polizeiliche Kriminalstatistik verbessern.

    LEGAL? ILLEGAL? NICHT EGAL!

    Die Polizeiliche Kriminalstatistik soll Erkenntnisse zur Kriminalitätsbekämpfung liefern. Doch in Bezug auf Waffenkriminalität bietet sie hierfür keine belastbare Grundlage. Denn bislang fehlt jegliche Differenzierung zwischen legalem und illegalem Waffenbesitz.

    Dabei ist genau diese Differenzierung unerlässlich. Sonst verleitet die Statistik weiterhin dazu, falsche politische Antworten auf die zunehmende Waffenkriminalität zu finden: Nämlich Waffengesetzverschärfungen und weitere Einschränkungen für rechtstreue Legalwaffenbesitzer.

    Eine Sonderauswertung des Innenministeriums in Nordrhein-Westfalen zeigt: Bei allen Tötungsdelikten mit Schusswaffen in dem Bundesland zwischen 2019 und 2024 lag der Anteil von Legalwaffenbesitzern bei gerade einmal 0,013 Prozent.

    Das Bundeskriminalamt (BKA), die Landeskriminalämter, Polizeigewerkschaften sowie viele anderen Experten attestieren bereits seit Jahren: Waffen- und Schusswaffenkriminalität in Deutschland konzentriert sich fast ausschließlich auf Fälle des illegalen Erwerbs, des illegalen Besitzes, des illegalen Führens sowie der illegalen Einfuhr von Waffen.

    Politische Maßnahmen müssen auf belastbaren Daten beruhen. Die bloße Tatsache, dass bei einer Straftat eine Waffe verwendet wurde, reicht nicht aus, um die Wirksamkeit einer bestimmten gesetzlichen Verschärfung zu begründen.

  2. Da löschen, wo es brennt: Waffenkriminalität konsequent bekämpfen.

    35 MILLIONEN ILLEGALE WAFFEN: DER STAAT MUSS DIE WAHRE GEFAHR BEKÄMPFEN.

    In Deutschland gibt es geschätzt rund sieben Mal so viele illegale Waffen wie legale Waffen. Illegaler Waffenhandel, unerlaubter Waffenbesitz und der Einsatz von Schusswaffen durch kriminelle Strukturen stellen konkrete Herausforderungen für die innere Sicherheit dar. Dabei bietet das bestehende Waffengesetz bereits jetzt alles, was es braucht, um diesen Taten Einhalt zu gebieten.

    Doch anstatt bestehende Gesetze konsequent umzusetzen und gezielte Ermittlungen gegen organisierte Strukturen zu forcieren, die Waffen illegal verbreiten, werden immer neue Einschränkungen für rechtstreue Legalwaffenbesitzer eingeführt. Gleichzeitig gibt es einen ungebremsten Zustrom von illegalen Schusswaffen aus Krisen- und Kriegsgebieten und massenweisen Import von Schreckschusswaffen aus der Türkei, die zu scharfen Waffen umgebaut werden können.

    Symbolische Verschärfungen ohne nachgewiesenen Sicherheitsgewinn dürfen kein Ersatz für eine gezielte Kriminalitätsbekämpfung sein. Denn Sicherheit entsteht nur dort, wo staatliche Maßnahmen an den tatsächlichen Gefahren ansetzen.

  3. Nicht das Tatmittel ist das Problem: Konsequente Täterverfolgung statt immer neuer Verbote.

    MESSER JA. MÖRDER NEIN!

    Messerverbote und Waffenverbotszonen fokussieren ausschließlich auf die möglichen Tatmittel, nicht jedoch auf die Täter. Doch während rechtstreue Bürgerinnen und Bürger aus Angst vor Kontrollen und Strafen ihr Taschenmesser oder Multitool zuhause lassen, kümmern sich gewaltbereite Kriminelle nicht um erlaubte Klingenlängen, Öffnungsmechanismen oder Verbotszonen.

    Das Ergebnis: Gewaltdelikte mit Messern nehmen nicht ab, sondern zu. Trotz den 2024 ausgeweiteten Messerverbotszonen gab es allein auf Bahnanlagen des Bundes 2025 einen Anstieg von Gewaltfällen mit Messern um 60 Prozent. Gleichzeitig können Jäger ihre waffenrechtliche Zuverlässigkeit verlieren, wenn sie mit einem Jagdmesser im Kofferraum eine Waffenverbotszone durchfahren.

    Ein Anstieg von Gewalt trotz ausgeweiteter Messerverbotszonen sollte Anlass sein, die Wirksamkeit dieser Instrumente kritisch zu prüfen. Verbote von potenziellen Tatmitteln ersetzen keine konsequente Strafverfolgung, Prävention und gezielte Maßnahmen gegen Gewalttäter. Entscheidend ist, ob Maßnahmen tatsächlich zur Sicherheit beitragen.

    Statt bloßer Symbolpolitik brauchen wir eine Sicherheitspolitik, die sich an Ergebnissen messen lässt. Es ist an der Zeit, endlich die Täter und deren Milieus in den Fokus zu nehmen, anstatt darauf zu hoffen, dass diese sich an Tatmittelverbote halten.

  4. Ressourcen in Behörden und Sicherheitskräften sinnvoll einsetzen.

    WEG MIT DEM BÜROKRATIE-DSCHUNGEL!

    Ortspolizei, Landespolizei, BKA, Zollkriminalamt, Verfassungsschutz, Bundeszentralregister, staatsanwaltschaftliches Verfahrensregister – der Staat bietet viel auf, um Legalwaffenbesitzer zu erfassen und detailliert zu überprüfen.

    Immer mehr Abfragen, Vorgaben und Regelungen führen zu einem wahren Bürokratie-Dschungel. Dadurch bleibt für Mitarbeiter in Waffenbehörden und Sicherheitskräften immer weniger Zeit, sich um die Bekämpfung der echten Probleme zu kümmern. Die Folge: Während Legalwaffenbesitzer Überprüfungen beim Verfassungsschutz durchlaufen und ständig mit unangekündigten Kontrollen rechnen müssen, bleiben viel zu viele illegale Waffenbesitzer komplett unbehelligt.

    Neue Vorgaben müssen deshalb immer unter dem Gesichtspunkt ihrer praktischen Umsetzbarkeit und ihres tatsächlichen Sicherheitsgewinns bewertet werden. Wenn personelle Ressourcen bei Behörden und Sicherheitskräften durch zu viel unnötige Bürokratie gebunden werden, nützt das niemandem – außer den illegalen Waffenbesitzern.

    Schluss also mit dem „Weg des geringsten Widerstandes“. Innere Sicherheit braucht eine effektive Strafverfolgung, ausreichende Ressourcen und einen Staat, der dort entschlossen handelt, wo die tatsächlichen Gefahren entstehen.

  5. Scheindebatten beenden und aufhören, die Falschen zu jagen.

    KONTROLLIERT. REGISTRIERT. ABSERVIERT!

    Deutschlands Legalwaffenbesitzer sind zentral registriert und werden regelmäßig überprüft. Selbst das Grundrecht auf Unverletzlichkeit ihrer Wohnungen ist ihnen für unangekündigte und verdachtsunabhängige Aufbewahrungskontrollen genommen worden.

    Trotzdem zielen neue Maßnahmen zur Bekämpfung der Waffenkriminalität zuallererst auf sie. Und das, obwohl diese Kriminalität von Milieus ausgeht, die gar keine Waffen besitzen dürfen.

    Es gibt über 35 Millionen illegale Waffen – und die Politik diskutiert über eine Limitierung von Gewehren für Jäger?

    Kriminelle Banden liefern sich Schießereien auf offener Straße – und die Politik denkt über Magazingrößen für Sportschützen nach?

    Illegale Waffen aus ganz Europa und der Türkei strömen unkontrolliert nach Deutschland – und die Politik regelt den Aufbewahrungsort für Waffenschrank-Schlüssel in Privaträumen?

    Fast täglich kommt es zu Gewalttaten von Schwerkriminellen und Intensivtätern – und die Politik fordert Psychotests für rechtstreue Bürgerinnen und Bürger?

    Es wird Zeit, die am besten kontrollierten und wohl rechtstreuesten Bürgerinnen und Bürger dieses Landes wieder so zu behandeln, wie es für einen Rechtsstaat angemessen ist.

Zahlen, Daten Fakten

Immer strengere Waffengesetze. Aber werden unsere Straßen dadurch wirklich sicherer? Während rechtstreue Bürger zunehmend kontrolliert und eingeschränkt werden, bleibt das eigentliche Problem bestehen: illegale Waffen in kriminellen Händen. Neun Fakten, die in der politischen Debatte zu oft untergehen.

der bei Tatverdächtigen im Zusammenhang mit Organisierter Kriminalität sichergestellten Schusswaffen waren illegal.

Das aktuelle Bundeslagebild Organisierte Kriminalität belegt: Von allen bei Tatverdächtigen sichergestellten Schusswaffen waren 94,3 % illegal.

Damit sehen sich viele Experten bestätigt, die seit Jahren anmahnen, dass im Zusammenhang mit Kriminalität und Waffenmissbrauch illegale Waffen das Problem sind.

Wenngleich die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) nicht zwischen Straftaten mit legalen und illegalen Waffen unterscheidet, urteilt auch das Bundeskriminalamt (BKA) in seinem Bundeslagebild Waffenkriminalität 2025, dass der überwiegende Teil auf den illegalen Sektor zurückgehen dürfte.

auf Bahnanlagen des Bundes im Jahr 2025 – trotz Messerverboten und Verbotszonen.

Messerverbote und Messerverbotszonen überziehen unsere Städte, Bahnhöfe und öffentlichen Verkehrsmittel – rechtstreuen und friedlichen Menschen droht dort ein Ordnungsgeld von bis zu 10.000 Euro, wenn sie zum Beispiel ein kleines Taschenmesser oder ein Multitool mit sich führen.

Straftäter jedoch lassen sich dadurch nicht davon abhalten, andere Menschen zu bedrohen, zu verletzen oder zu töten, wie annähernd sämtliche Statistiken belegen.

So wurden laut Jahresbericht 2025 der Bundespolizei im vergangenen Jahr 27.817 Gewaltdelikte auf dem Gebiet der Bahnanlagen des Bundes registriert, was einem Anstieg von 656 Fällen oder 2,4 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Besonders erschütternd: In 979 Fällen davon kam ein Messer als Tatmittel zum Einsatz, was gegenüber 2024 einen Anstieg um 370 Delikte oder 60 Prozent bedeutet.

Quelle: Jahresbericht 2025 Bundespolizei, Seite 28

In Deutschland wurden 2025

Zuverlässigkeitsüberprüfungen bei Legalwaffenbesitzern durchgeführt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse lagen im Promillebereich.

Alle Legalwaffenbesitzer in Deutschland werden regelmäßig auf ihre persönliche Eignung, ihr waffenrechtliches Bedürfnis und ihre Zuverlässigkeit überprüft. Damit sind sie wahrscheinlich die bestkontrollierten Privatpersonen in unserem Land.

Bei der Zuverlässigkeitsüberprüfung werden Informationen vom Verfassungsschutz, vom Landeskriminalamt, vom Bundeszentralregister, vom staatsanwaltschaftlichen Verfahrensregister, von Landespolizeibehörden und vom Zollkriminalamt eingeholt. Ein Aufwand, der letztes Jahr laut Jahresbericht der Bundespolizei 742.715-mal betrieben wurde und nach der Hochrechnung des BZL schätzungsweise bis zu 50 Millionen Euro gekostet hat sowie wohl mehr als 1.000 Mitarbeiter in den Behörden beschäftigte.

Valide Zahlen für 2025 zu den Verfassungsschutz-Anfragen in Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg zeigen jedoch, dass bei gerade einmal 0,35 Prozent (3,5 Promille) der Vorgänge eine Erkenntnis übermittelt wurde, was jedoch nicht heißt, dass dies zwingend negative Konsequenzen nach sich gezogen hat. Diese ausufernde Bürokratie führt aber dazu, dass z. B. die simple Verlängerung eines Jagdscheines bis zu 6 Monate dauern kann.

In Deutschland sind geschätzt bis zu

illegale Schusswaffen im Umlauf.

In Deutschland stehen den akribisch registrierten, in Stahltresoren sicher verwahrten und verantwortungsvoll genutzten rund 5 Millionen legalen Schusswaffen geschätzt bis zu 35 Millionen illegale Schusswaffen gegenüber. Diese Zahl wurde erst kürzlich im SAT.1-Frühstücksfernsehen in einem Gespräch mit dem Pressesprecher der Gewerkschaft der Polizei kommuniziert.

Legalwaffenbesitzer gibt es laut Bundesverwaltungsamt in Deutschland (Stand: September 2026).

927.627 Legalwaffenbesitzer gibt es laut Bundesverwaltungsamt in Deutschland (Stand: September 2026). Sie müssen Einschränkungen der Unverletzlichkeit ihrer Wohnung hinnehmen: Behörden dürfen auch ohne konkreten Verdacht oder Anlass Kontrollen durchführen.

Mit Einführung der verdachtsunabhängigen Aufbewahrungskontrolle von Schusswaffen wurde den bis ins Detail behördlich durchleuchteten und regelmäßig kontrollierten 927.627  Legalwaffenbesitzern das Grundrecht auf die Unverletzlichkeit ihrer Wohnung aus Artikel 13 des Grundgesetzes teilweise entzogen. Denn sie müssen ohne das Vorliegen eines Verdachts oder Anlasses Behördenmitarbeitern Zutritt zu den Räumen gewähren, in denen Sie ihre Schusswaffen und Munition aufbewahren.

Bei jeglichem Verdacht auf Waffenbesitz bei Kriminellen, Clanmitgliedern oder Extremisten benötigen Behörden hingegen einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss, um die Wohnung betreten zu dürfen.

Gerade einmal

der 95.000 Jägerinnen und Jägern in Nordrhein-Westfalen standen zwischen 2019 und 2024 unter Tatverdacht des Mordes mit einer Schusswaffe.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik verschweigt, ob dort erfasste Straftaten mit legalen oder illegalen Schusswaffen begangen wurden. Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, präsentierte hingegen für sein Bundesland auf dem Bundesjägertag 2025 eine Auswertung von Tötungsdelikten, die zwischen legalen und illegalen Schusswaffen unterscheidet. Im Zeitraum zwischen 2019 bis 2024 erfasste das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen demnach insgesamt 187 Tötungsdelikte, bei denen eine Schusswaffe benutzt wurde. In gerade mal 24 dieser Fälle, also rund 13 Prozent, waren legale Waffen beteiligt.

Noch deutlicher wird das Verhältnis beim Blick auf die Legalwaffenbesitzerinnen und -besitzer. In 10 Prozent der Fälle, also 19-mal, besaß der Tatverdächtige eine gültige waffenrechtliche Erlaubnis. In ganz NRW gibt es 152.000 Legalwaffenbesitzerinnen und -besitzer. Die 19 Tatverdächtigen machen also nur 0,013 Prozent aus. Von den insgesamt 95.000 Jägerinnen und Jägern in NRW waren 4 tatverdächtig. Das sind also rund 0,004 Prozent der Jägerschaft.

Des Weiteren kam es nur in einem einzigen Fall dazu, dass Dritte sich Zugriff auf eine legale Waffe verschafft haben. Das bedeutet also, dass der Einsatz von legalen Waffen im Zusammenhang mit Tötungsdelikten ein Ausnamefall ist. Kriminelle hingegen halten sich grundsätzlich nicht an Waffengesetze – kein Krimineller wird die Jägerprüfung ablegen oder in den Schützenverein eintreten, um eine Straftat zu begehen.

Mehr legale Schusswaffen bedeuten nicht mehr Tötungsdelikte. Das zeigt eine Untersuchung in 33 europäischen Ländern. Ein statistisch signifikanter Zusammenhang ließ sich nicht feststellen.

Laut einer Studie des Flämischen Friedensinstituts lässt sich in 33 untersuchten europäischen Ländern kein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen der Anzahl legaler Schusswaffen und der Gesamtrate der Tötungsdelikte in einem Land feststellen. Ein höherer legaler Waffenbesitz führt somit nicht zu einer höheren Mordrate in der Gesamtbevölkerung.

Zudem liegt der Anteil von Schusswaffen an allen Tötungsdelikten in Europa bei lediglich etwa 20 Prozent – im Vergleich zu einem weltweiten Durchschnitt von 41 Prozent. Die Studienautoren bemängeln zudem eine unzureichende Datenlage hinsichtlich des Rechtsstatus genutzter Tatwaffen und fordern eine bessere Differenzierung in den Statistiken.

Um lediglich

nimmt die Anzahl der legalen und registrierten Schusswaffen pro Jahr in Deutschland zu.

Die legalen Schusswaffen in Deutschland sind im sogenannten Nationalen Waffenregister (NWR)
bis auf das letzte Stück erfasst und registriert.

Das war nicht immer so: Bis 2013 wurde ihre Anzahl lediglich geschätzt – und alle Experten gingen von 10 Millionen registrierten Schusswaffen aus.

Mit Einführung des NWR stellte sich heraus: In Wirklichkeit sind es nur halb so viele – heute exakt 5.005.312 Stück (Stand: September 2026) (Quelle). Damit gibt es in Deutschland 6 legale Schusswaffen pro 100 Einwohner  Zum Vergleich: In Österreich sind es knapp 15 legale Waffen pro 100 Einwohner (Stand: Januar 2025) (Quelle).

Der jährliche Anstieg in Deutschland liegt bei gerade einmal 0,27 Prozent. Um also die einstige Experten-Schätzung von 10 Millionen legaler Schusswaffen zu erreichen, würde es noch 257 Jahre dauern.

der zwischen 2022 und 2025 vom Verfassungsschutz überprüften legalen Besitzer erlaubnispflichtiger Schusswaffen in Brandenburg erwiesen sich als verfassungstreu.

Die beim brandenburgischen Landesamt für Verfassungsschutz zwischen 2022 bis 2025 eingegangenen 76.302 Regelabfragen zu Inhabern waffenrechtlicher Erlaubnisse führten zu gerade einmal 225 zurückgemeldeten so genannten „Erkenntnissen“. Das entspricht 0,29 %. Das geht aus der Antwort auf eine kleinen Anfrage im Brandenburgischen Landtag hervor (Quelle).

Dabei gilt zu beachten, dass eine „Erkenntnis“ noch lange nicht eine waffenrechtliche Unzuverlässigkeit begründet. Und so lag die Zahl der tatsächlichen Rücknahmen waffenrechtlicher Erlaubnisse im genannten Zeitraum bei 32, was einem Anteil von 0,04 % aller Überprüfungen bedeutet.

Die überwiegende Zahl der Rücknahmen betraf jedoch Inhaber eines so genannten kleinen Waffenscheins, der lediglich zum Führen von Schreckschusswaffen berechtigt. Erlaubnispflichtige „echte“ Schusswaffen wurden nur in sieben Fällen eingezogen, also bei 0,01 % aller Überprüfungen.

Aktuelles

Eindeutige Fakten zu Schusswaffen- und Messerkriminalität

Laut der Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2025 wurden insgesamt 5.508.559 Straftaten durch die Polizei erfasst. Das entspricht einem Rückgang von 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2024: 5.837.445). Auch die Gewaltkriminalität ging leicht zurück (- 2,3 Prozent) – hier vor allem Raubdelikte. Gleichzeitig gab es Anstiege bei polizeilich erfassten Sexualdelikten (+ 2,8 Prozent), genauso wie beim Wohnungseinbruchsdiebstahl (+ 5,7 Prozent). Betrugsdelikte verlagerten sich zunehmend ins Digitale und ins Ausland.

BZL fordert grundlegende Reform des Waffenrechts

Der Bundesverband zivile Legalwaffen e.V. (BZL) hat am 30. September seine Antworten auf den Fragebogen zur zweiten Runde der Evaluierung des Waffenrechts fristgerecht an das Bundesministerium des Innern (BMI) übermittelt.

Messerverbotszonen gegen Kriminelle wirkungslos

Einer der zentralen Punkte des Sicherheitspakets aus Oktober 2024 war die Ausweitung von Messerverboten und Messerverbotszonen. Die damalige Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) pries dies seinerzeit als Allheilmittel gegen die ausufernde Messerkriminalität an, währen der BZL und viele andere Experten dies als Schaufensterpolitik kritisierten, die sich erneut gegen die Tatmittel anstatt gegen die Täter richtet.

Illegale Waffengewalt eskaliert. Länderpolitik zielt auf die Falschen

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat in seinem Bundeslagebild Waffenkriminalität 2025 besorgniserregende Zahlen veröffentlicht. Demnach sind die Verstöße gegen das Waffengesetz gegenüber 2024 um 5,5 % auf 37.475 Fälle gestiegen, die Drohungen mit Schusswaffen haben sogar um 12,7 % auf 5.281 Fälle zugenommen.

Erste Ergebnisse der BZL-Offensive

Der Verwaltungsgerichtshofs (VHG) München hat unmissverständlich klargestellt, dass Inhaber eines Jahresjagdscheines von jeglicher Bedürfnisprüfung für eine unbegrenzte Anzahl von Langwaffen sowie für zwei Kurzwaffen freigestellt sind. Der Bundesverband zivile Legalwaffen (BZL) hat daraufhin alle ihm bekannten Behörden, die eine solche rechtswidrige Prüfung durchführen, mit dem Urteil konfrontiert und um Mitteilung gebeten, wann man dort wieder zum rechtskonformen Vollzug des Waffengesetzes zurückkehrt.

Waffenrecht auf dem Prüfstand

DJV gibt Stellungnahme ab: Der Fokus muss künftig auf dem Kampf gegen illegale Waffen liegen. Es braucht dazu eine bessere Kriminalitätsstatistik. Im Sinne der Jagd lockern: Regelungen zu Schalldämpfern, Nachtzieltechnik und Magazinen.

Mediathek

Das Waffenrecht soll praxistauglicher, verhältnismäßiger und unbürokratischer werden. Doch was muss sich konkret ändern? Matthias Klotz, Vorstand des BZL, erläutert die zentralen Forderungen und Reformvorschläge des Verbandes zur anstehenden Evaluierung des Waffengesetzes.

Video: Matthias Klotz – Erläuterung der zentralen Forderungen und Reformvorschläge

Länge: 4:33 Min

Über uns

Gemeinsam für ein besseres Waffenrecht.

Hinter waffenrecht.info stehen der Bundesverband zivile Legalwaffen (BZL) und der Deutsche Jagdverband (DJV). Zwei Interessenvertretungen, die sich gemeinsam für ein sachgerechtes, praxistaugliches Waffenrecht und mehr innere Sicherheit einsetzen. Gemeinsam wollen wir die politische Debatte über das Waffenrecht auf eine faktenbasierte Grundlage stellen, den verantwortungsvollen Umgang mit legalen Waffen sichtbar machen und den Fokus stärker auf die Bekämpfung illegalen Waffenbesitzes und tatsächlicher Waffenkriminalität lenken.

Über den Bundesverband zivile Legalwaffen (BZL)

Der Bundesverband zivile Legalwaffen vertritt die Interessen der verantwortungsvollen Legalwaffenbesitzer in der Zivilgesellschaft.

In dem 1997 gegründeten Verband sind rund 160 Vereine, Verbände und Unternehmen aus den Bereichen Sammeln, Jagd und Schießsport sowie mehr als 13.000 Einzelmitglieder – in Summe also ca. 700.000 Menschen – organisiert. Zentrale Aufgaben sind die wahrheitsgetreue Darstellung des Legalwaffenbesitzes sowie die faktenbasierte Kommunikation gegenüber Politik und Gesellschaft, dass verantwortungsvolle Legalwaffenbesitzer aus der Mitte der Gesellschaft kommen und keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen.

Über den Deutschen Jagdverband (DJV)

Der Deutsche Jagdverband (DJV) ist die bundesweite Interessenvertretung der Jägerinnen und Jäger in Deutschland.

Als Dachverband von 15 Landesjagdverbänden vertritt er die Interessen von rund 270.000 Mitgliedern gegenüber Politik, Verwaltung und Gesellschaft. Zentrale Aufgaben sind die Förderung einer nachhaltigen Jagd, der Schutz von Wildtieren und ihren Lebensräumen sowie die Erhaltung der Artenvielfalt. Darüber hinaus setzt sich der DJV für ein praxisgerechtes Jagd- und Waffenrecht, die gesellschaftliche Anerkennung der Jagd und eine sachliche, wissenschaftlich fundierte öffentliche Debatte ein.

DISKUTIERE MIT IN DEN SOZIALEN MEDIEN

Ein gutes Waffenrecht braucht eine sachliche Debatte. Über tatsächliche Sicherheitsrisiken, wirksame Maßnahmen gegen illegale Waffen und den verantwortungsvollen Umgang mit legalem Waffenbesitz. Wir bringen Fakten, Hintergründe und konkrete Vorschläge in die Diskussion. Teilen Sie unsere Beiträge, stellen Sie Fragen und bringen Sie Ihre Perspektive ein. Denn politische Entscheidungen brauchen Menschen, die sich einmischen. Und Argumente, die einer Überprüfung standhalten.